eine kurze Bloggeschichte

Ich blogge seit 2001. Das sind nun neun Jahre. Jahrelang schrieb ich auf einer Seite namens OTB. Danach folgte im 2004, glaube ich, der erste LiveJournal-Blog. Irgendwann kam Blogger/Blogspot dazu. Irgendwo schwirrt noch ein WordPress-Ding herum. Immer, wenn ich irgendwo Log-in-Daten für einen weiteren Blog finde, graust mir vor dem, was ich dort finden könnte, weil ich vieles von, was ich vor Jahren schrieb, unterdessen (glücklicherweise) vergessen habe und oft nicht so scharf darauf bin, mich daran zu erinnern. Wie dem auch sei, letztes Jahr kam noch eine tumblr-Seite dazu. Das ist etwas vom tollsten (neben Twitter und Posterous), das das Internet in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Aber ich hatte langsam ein Problem.

  • Blogspot ist toll, um viele Blogs zu abonnieren (auch Blogspot-fremde, was ich sehr praktisch finde).
  • Livejournal ist… in meiner Vorstellung langsam etwas veraltet.
  • WordPress (auf wordpress.com) ist praktisch wegen der vielen Themes, die auch sehr einfach zu wechseln sind.
  • Tumblr ist sehr cool, wegen der grossen Beliebtheit und der Möglichkeit, Posts zu «mögen» und rebloggen. Ausserdem ist man bei tumblr, ähnlich wie bei twitter, sehr gut vernetzt. Aber ich vermute, ich würde es nicht auf meiner Homepage zum laufen bringen.

Mein Hoster bietet die Möglichkeit, WordPress direkt von ControlPanel aus zu installieren. Wahrscheinlich war das der lahme Grund, dass hier jetzt WordPress läuft. Einige Twitterer nutzen tumblr als Zwischending; was zu lang für einen tweet aber zu kurz für einen ausgewachsenen Blogeintrag ist, wird getumblrt. Ich bin aber der Meinung, NICHTS ist zu kurz für einen Blogeintrag.
Darum bin ich (vielleicht vorübergehend) hier gestrandet. Oder eher – wie eine Luftmelodie an einem dürren Herbstbaumzweig – hängengeblieben.

{Zu dieser Bloggeschichte gehört auch twitter. Diesen Microbloggingdienst habe ich im Frühling 2009 entdeckt und ich war sofort hin und weg. Das war genau das, was ich mir jahrelang gewünscht hatte! Manchmal hatte ich einfach das Bedürfnis, einen einzelnen Satz in die Welt hinauszuschreien.
Zudem ist man bei Twitter sehr gut vernetzt, und nachdem ich ein paar Leute «kennengelernt» hatte, ergaben sich auch die ersten Gespräche. Das hatte ich zuletzt bei OTB erlebt, das vor ungefähr zwei Jahren einen Wandel durchmachte, der mir nicht gefiel. Alle von mir gemochten Schreiber waren abgezogen (die allerliebsten zu blog.de, wo ich sie auch heute noch lese) und ich war umzingelt von von Liebeskummer geplagten Fünfzehnjährigen.
Seit dem 18. März 2009 gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht einen Tweet verfasst oder meine Timeline kurz überflogen habe. Ich folge unterdessen mehr als 900 Leuten, was – unter uns gesagt – viel zu viele sind. Trotz Listen verpasse ich viele wunderbare Tweets. Operation «Twitterstream aufräumen» wird bald gestartet.
Meiner Begeisterung für Twitter hat die Unübersichtlichkeit (an der ich ja selbst Schuld bin) keinen Dämpfer verpasst. Ich fühle mich wohl inmitten dieser netten Menschen aus aller Welt. ♥ }

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