Archive for the ‘gehört, gesehen, gelesen’ Category

Die grosse Langeweile

Friday, January 27th, 2012

ich bin mal wieder ganz gigantisch gelangweilt. Nicht im Sinne von «ich weiss nicht was machen», sondern eher so … WARUM??????

Morgens stehe ich auf und möchte mich nach drei Schritten Richtung Badezimmer direkt wieder hinlegen, die Decke über den Kopf ziehen und die Welt draussen die Welt draussen sein lassen. Ich verspüre nicht den geringsten Wunsch nach direktem Kontakt zu anderen Menschen – jedenfalls nicht ohne zwei Computer oder ein Blatt Papier in Form eines Briefes als Stossdämpfer.
Das beste, was mir im Moment passieren könnte, wäre, unsichtbar zu werden. Einfach von der Bildfläche zu verschwinden, damit keiner mehr etwas von mir erwartet oder mit mir zu reden versucht. Ich komme momentan nicht damit klar, dass man von mir etwas erwartet oder verlangt und würde gerne einen Anzug aus giftigen Stacheln tragen, so dass sich keiner mehr näher als einen Meter in meine Nähe getraut.
Pink wäre er, dieser Anzug, mit giftgrünen Stacheln dran, um den Hals trüge ich den Schal, den @ironmadna mir gestrickt hat, und an den Füssen die dazu passenden Ringelsocken.

{What’s the bloody point of this?}

Es ist der Winter. Es ist immer der Winter. Ob der draussen oder der in mir drin. Es ist die Dunkelheit, die ich früher so liebte, früher, als im Winter noch Schnee lag und als ich noch im Schnee lag. Vor zwei Jahren schrieb ich einen Tweet, den habe ich noch immer Kopf, wie so vieles von dem unsinnigen Zeug, das ich den lieben langen Tag lang so aufschreibe, weil ich es eben nicht mehr in meinem Kopf haben will, und dieser Tweet lautete:

Bald schneit es. Dann wird alles besser.

Und ich glaubte es. Ich glaube es noch immer. Weil Schnee auf so einfache Weise die Landschaft verändert, weil er die Welt heller macht.
Wenn es geschneit hat und nachher kalt wird, dann glitzert alles so wunderwunderschön, dass ich stundenlang irgendwo sitzen und der Natur beim Glitzern zuschauen könnte. Mehr brauche ich nicht. Schnee und Kälte und ein bisschen Sonne.

Es wäre doch alles so einfach.
Die Freude an den kleinen Dingen habe ich mir bis jetzt erhalten können, ich freue mich über den unscheinbarsten kleinsten Scheiss, den andere nicht einmal bemerken, wie zum Teufel kann ich denn da überhaupt noch gelangweilt sein? Zeit dafür hätte ich eigentlich nicht. Und einen Grund sowieso schon gar nicht.

Diese «Das-ist so-wunderbar»-Momente sind einfach immer viel zu kurz.

********************

Aaaaaaaber:

Da war diese neue Serie auf E4 gestern Abend, Noel Fielding’s Luxury Comedy.
Es ist absolut abartig schräg und bizarr, dass mir beim Schauen fast das Gehirn explodierte. Also, nicht dass da noch gross Schaden anzurichten wäre, nicht wahr? Von Farben überfahren fühlte ich mich; die Sets sind gemalt, die Figuren verkleidete Menschen mit animierten Teilen dran und drin, es gibt einen Schokofinger, der seine Frau verloren hat und jetzt einen Panzer aus Käse fährt und ein Gemälde von Pelé zerstört, da ist Musik dabei und ganz viele Dinge, die ich vor lauter zuhören verpasste. In allererster Linie aber vor allem eines: eine ganz gewaltige Portion Liebe zur Kunst und eine grosse Prise weirdness!

Ob mir die Serie auf die Länge gefällt, kann ich noch nicht entschieden sagen, es war einfach ein wenig ZU schräg, aber die Chancen stehen nicht schlecht! Bei The Mighty Boosh brauchte ich auch etwa zwei Folgen, bis mir die Show ans Herz gewachsen war.

Was aber viel viel wichtiger ist: Luxury Comedy und die sichtbar darin verpackte Liebe für weirdness (dafür gibt’s kein passendes deutsches Wort, finde ich), Do-it-yourself und Kunst, hat mich inspiriert, meine seltsamen Ideen öfter aufzuschreiben und auch zu zeichnen, wenn mir danach ist, auch wenn ich es nicht kann (wie soll ich denn besser werden, wenn ich mich nie getraue, einen Stift in die Hand zu nehmen?), und most of all, NOT TO GIVE A SHIT ABOUT WHAT OTHER PEOPLE THINK.

##############################

Hier noch mein Masterplan zur Steigerung meiner Zufriedenheit (beinhaltet auch meine Vorsätze für’s Jahr 2012):

  • verschiedenfarbige Socken tragen
  • mehr ins Theater / an Konzerte / sonstwo hin gehen
  • mehr Zeug basteln, Bücher binden, zeichnen, malen, schreiben
    (wie die Robots in Disguise so schön singen: sing! write! paint! make! print! mark! create!)
  • die Robots in Disguise in die Schweiz bringen (they wanna play here!)
  • mehr Briefe schreiben
  • Leute zum lachen bringen
  • mehr buntes Zeug tragen
  • Acrylfarbflecken auf Kleidung zum Modetrend machen

{Liste wird nach Bedarf, Lust & Laune erweitert}

 

und zum Schluss noch mein aktueller Lieblingssatz, gepostet von @ironmadna auf Twitter am 24. Dezemer:

We didn’t come here just to give up!

 

in einem alten Blog gefunden: Songliste

Tuesday, April 27th, 2010

Songliste vom 23. Oktober 2007:

One Last Time / HIM
Gone With The Sin / HIM
What A Waster / The Libertines
What Katie Did / The Libertines
What Katy Did next / Babyshambles
Stolen (International Version) / Dashboard Confessional Feat. Juli
Early Winter / Gwen Stefani
Das Spiegel / The Chemical Brothers
Une Année Sans Lumiere / The Arcade Fire
Liquefy / The Servant
Lose Control / James
Shattered / The Cranberries
Love Hurts / Incubus
Y Control / Yeah Yeah Yeahs
Dance with me / Adam Green
First Sight / These United States

da sind zwei, drei Mainstream/Hitparadensongs dabei. Das ist eigentlich immer noch so. Von all der Musik, die ich im Moment höre, sind vielleicht 5% in der Heavy Rotation auf DRS3.

One Last Time und Gone With The Sin / HIM: sind immer noch zwei meiner liebsten Songs von HIM.

What A Waster / The Libertines: hab ich zum ersten Mal von Adam Green gehört. Ob live oder in einem gedownloadeten Bootleg, weiss ich nicht mehr. Überhaupt bin ich erst wegen Adams Verbindung zu Carl Barât auf die Libertines gestossen. Und auf die Dirty Pretty Things und schlussendlich auf die Babyshambles.

What Katie Did / The Libertines und What Katy Did next / Babyshambles: die stehen hier eigentlich nur wegen obengenanntem Waster und ihrer Verbindung dazu.

Stolen (International Version) / Dashboard Confessional Feat. Juli: das ist einer der erwähnten Mainstreamsongs. Der war in der Liste, weil er mir nicht mehr aus dem Kopf wollte. Frontalangriff – verscheuchen durch übermässiges Anhören.

Early Winter / Gwen Stefani: der zweite Mainstreamsong. Auch den wurde ich wochenlang nicht los.

Das Spiegel / The Chemical Brothers: Ein ehemaliger Mitarbeiter brachte eines Tages eine Chemical Brothers-CD ins Büro. Dieses Lied blieb. Das Gute an Electronic Musik ist ja, dass sie einem weniger gut nachlaufen kann.

Une Année Sans Lumiere / The Arcade Fire: schon der Titel ist schön.

Liquefy / The Servant:  der Song war damals drei Jahre alt und ich kann mich nicht mehr erinnern, wie er es in meine Playlist schaffte. Wahrscheinlich lief er mal im Radio und der Refrain blieb hängen.

Lose Control / James: Das beginnt schon beim Titel. Lose Control ist toller Ausdruck. und dann die erste Zeile: «Where is the love that everyone is talking of» — haben wir uns das nicht alle schon mal gefragt?

Shattered / The Cranberries: ich glaube, bis dahin war Zombie das einzige Lied, das ich von den Cranberries so richtig kannte. Noch immer konnten sich die Cranberries nicht so wirklich einen Platz in meinem Herzen erobern, aber an Saving Grace, Delilah und natürlich Zombie erinnere ich mich noch.

Love Hurts / Incubus: der dritte Mainstream-Song. Dabei sind mir Earth to Bella Part I und II vom selben Album viel präsenter.

Y Control / Yeah Yeah Yeahs: wahrscheinlich war’s der Titel. und der Song lief sicher oft auf DRS3 im Sounds. vom neuen Album find ich übrigens vor allem Dull Life toll.

Dance with me / Adam Green: ach, Adam Green mit seinen wunderbar sinnlosen Songtexten. Immer noch einer meiner Favoriten.

First Sight / These United States: MySpace ist schuld! irgendwie bin ich auf der MySpace-Seite von These United States gelandet und da war dieser Song. Er war unglaublich. Ich hab ihn auf den PC aufgenommen und Monate später endlich die CD bestellen können. Leider war das mit Abstand der beste Song auf dem Album, genauso wie es beim zweiten Album dann Honor amongst Thieves war.

Immer wieder spannend, solche Musik-Momentaufnahmen. Sollte ich häufiger machen.

Monday, November 3rd, 2008

We all need to believe in heroes.
And even the best ones are far from perfect.

Lex Luthor to Clar Kent in Smallville Episode 6 (Exposed/Verbrechen verführt)