Schiff ahoi!

Morgens im Halbschlaf träume ich die interessantesten Sachen. Auch die seltsamsten. Und die lustigsten.

Heute zum Beispiel träumte ich von einem Zauberspruch, mit dem man das letzte Wort, das jemand ausgesprochen hat, in einen Fluch umwandeln konnte — Fluch im Sinne von «verfluchen».

Ich war mit jemandem in ein Zauberduell verwickelt. Ich weiss nicht, wer es war, aber es war eine Frau.

«Spinnst du?», schrie sie, « hast du einen Vogel?!»

Woraufhin ich einen riesigen violetten Vogel heraufbeschwor und ihn auf sie hetzte. Dann rannte ich los, weil ich Rache fürchtete.

(Wieso war da kein Besen? wofür ist man ein Zauberer, wenn man trotzdem rennen muss? Tss!)

Plötzlich stand sie vor mir, offensichtlich konnte sie dem Vogel entkommen. Das Grinsen auf ihrem Gesicht verhiess nichts Gutes und die Art, wie sie Hand zum Himmel hob und klar und deutlich «Shit!» sagte, liess mich das Schlimmste befürchten. Ich hatte doch nicht… Shit gesagt!

«Schiff!», brüllte ich, «Schiff, nicht Shit, Schiff! Schiff!»
Ich glaube, ich schrie noch einige Male Schiff, um sicherzustellen, dass nicht Shit mein letztes Wort war. Tatsächlich passierte daraufhin nichts ekliges und ich grinste schon siegessicher, aber dann begann der Boden zu schwanken und mir wurde schlecht. Seekrank!

Das fiese Lachen der anderen begleitete mich in die Wirklichkeit und wurde zu meinem, als ich realisierte, was ich wieder für einen Unsinn geträumt hatte.

(Wenn man sich vorstellt, was sie sich sonst alles hätte ausdenken können: Ein Schiff, das vom Himmel auf mich stürzt, ein Gummiboot, das mich mit seinen Rudern grün und blau schlägt, ein Kanu, das mich auffrisst… Da war die Seekrankheit eigentlich noch nett!)

Dementsprechend  kleidete ich mich heute wie ein Seemann: dunkelblaue Hose, blau-weiss gestreiftes Top und seltsame Schuhe.

Schiff Ahoi!

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