n bisschen was… (unsinn 6.23)

Heut ist Mittwoch. Ich bin schon den ganzen Tag davon überzeugt, dass heut Mittwoch ist. Dabei war ja gestern schon Mittwoch. Und es war sehr Mittwoch.

Auf Druckdaten warten, ein bisschen Excel-Tabellen bereinigen und sich davor fürchten, mit SmartCatalog für InDesign zu arbeiten… Weisse Unterhosen kaufen für die Show am Sonntag, weil man ja schwarze Unterhosen durch die weissen Reithosen durchscheinen sieht; eine Sprayflasche kaufen, um den Essig-Wasser-Mix hineinzufüllen, mit dem man dann am nächsten heissen Tag das von Nesselfieber geplagte Monsterpferd einsprühen wird…
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Stall vom Sturm beinah rückwärts den Hügel hinunter geblasen werden; mit den ersten Regentropfen im Stall eintreffen und dort erfahren, dass wir die Pferde verladen und in einer Halle ein paar Dörfer weiter trainieren werden. Befürchten, dass der eine oder andere nicht in den Transporter steigen wird… und eine halbe Stunde später erleichtert aufatmen, als die beiden Verdächtigen seelenruhig in den Hänger steigen.
Beim ausladen der Pferde patschnass werden und dafür nachher gut auf den nassen Sätteln haften – hat auch was.
Sich wundern, ob das Rundpferd jemals wieder trocknen wird, eine Niere, die sich anfühlt, als wolle sie einmal um die Wirbelsäule wandern, als wir so lange ausgesessen traben müssen, eine Brille, die sich beschlägt, jedes Mal, wenn wir stehen bleiben müssen.

Ein Computer, der mir einen Bluescreen mit bunter Schrift drauf zeigt und eine Laura, die lieber draussen im Regen tanzen als sich ins Bett legen und schlafen würde.

So ein Mittwoch war das.

Ich entschloss mich dann, in der Hängematte zu schlafen. Der Kater kam mit und rollte sich auf meinem Bauch zusammen – eine Heizdecke ist ein Dreck dagegen.
Heute früh wachte ich im Bett auf – wie ich dorthin gekommen bin, ist mir nicht so ganz klar.

Vom Bett bis vor die Haustür brauchte ich 12 Minuten. Inklusive Katzenwäsche und einigermassen präsentabler Frisur. Oh, und Kleider, natürlich.
An der Bushaltestelle traf ich dann auf meine Mutter, die das Haus verliess, als ich gerade aufstand – obwohl ihr Bus 4 Minuten nach meinem fährt.

{Am Mittag gab’s Pizza. In der Tasche warten zwei Muffins auf ihren Einsatz. ich hab ne Flasche Eistee gekauft, so als Ausnahme. Irgendwas im linken Daumengelenk tut weh. Ich hab Muskelkater in den Oberarmen. Die im April rot gefärbten Haare sind jetzt fast blond. Die schwarzen nicht mehr so schwarz. Es regnet wieder.}

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