two dead foxes

«Two dead foxes» sagt es in meinem Kopf, mit einem britischen Akzent.
Das wäre ein toller Name für eine Band oder einen Song oder auch als Buchtitel, denke ich.
Als ich heute im Bus sass und aus dem Fenster blickte (mit einem Auge, das andere geschlossen), sah ich auf der Strasse zwei überfahrene Füchse, parallel nebeneinander liegend, beinahe gleichzeitig gestorben. «Das wäre ein schönes Coverbild für Stephens Album gewesen, wenn die beiden auf der Waldstrasse lägen», denke ich und komme mir dabei ein bisschen gemein vor, denn schönes Bild hin oder her, es wären immer noch tote Tiere, und tote Tiere machen mich grundsätzlich traurig, es sei denn, es sind Stechviecher.

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in Einsiedeln

{Ausflug nach Einsiedeln am 6. August 2015}

(am 6.8.)

Nach einigen Runden auf dem Reitlatz mit der Hexe und einer wider Erwarten recht angenehmen Geländerunde mit dem Torkeltier bin ich um zwölf Uhr wieder daheim und um 13:03 Uhr im kleinen Bus zum Bahnhof. Kurz darauf befinde ich mich im Zug nach Rapperswil, wo ich in die S40 steige, die mich zuerst dem See entlang und dann durch die Hügel nach Einsiedeln bringt.

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Das Torkeltier und das Rapsfeld

Man weiss ja nie so ganz genau, was in einem Pferdeschädel so vor sich geht. Manche behaupten, da gehe überhaupt nicht viel, Pferde seien dumm und könnten gar nicht denken. Nun ja. Es gibt bei den Equiden wie auch bei den Menschen gescheitere und weniger gescheite Exemplare. Und wie auch bei den Menschen sind die gescheiten eine grössere Herausforderung für ihre Umgebung.

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Dekoscheiss

Ich hasse Dekokram.
Ich liebe Dekokram.

Stunden kann ich verbringen mit dem Betrachten wunderhübsch eingerichteter Wohnungen im Vintage- oder Shabby-Chic-Stil. Es gibt heutzutage unendlich viele Quellen für einschlägiges Bildmaterial, es gibt Pinterest und WeHeartIt, es gibt dutzende tumblr-Blogs, die sich dem Thema widmen. Ich verbringe also viel Zeit vor dem Bildschirm, in Ehrfurcht erstarrend ob all den perfekt gestylten Wohnzimmern und Schlafnischen und Sitzplätzen.

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Die kleinen Freuden des Alltags, I.

Zuhinterst im Bus sitzen, auf dem allerletzten Sitz und jedes Mal vor Freude beinahe quietschen, wenn der Bus den steilen Hügel hinunter über eine der Verkehrsberuhigungsinseln hopst. Für einen Augenblick fühlt es sich an, als würde man auf einer Jahrmarktsattraktion sitzen, der Magen macht einen kurzen Hopser und senkt sich dann wieder an den korrekten Ort; es ist genau das Gefühl, das man sich von Achterbahnen erhofft und meistens auch bekommt. Aber während es auf den Höllenmaschinen meistens zu lange anhält, um noch angenehm zu sein, hat der kleine Sprung des Doppelgelenkbusses über die schwarz-weiss karierte Insel genau die richtige Länge. 

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Schöne Dinge I.

Ich mag, wie meine Fussgelenke in den Steigbügeln federn. Ich mag, wenn das Torkeltier sich unter mir bewegt und es sich anfühlt als würden wir uns miteinander bewegen und nicht jeder für sich. Ich mag, wie es mit gespitzten Ohren im Stallgang steht und drein schaut, als könnte es kein Wässerlein trüben, dabei hat es die letzten fünf Minuten lang versucht, sich die Glocken und Gamaschen von den Hinterbeinen zu streifen. Ich mag es, wenn im Stall gefrässiges Schweigen herrscht.

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Unsinn 14.04.24

Um sechs Uhr befinde ich mich in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen, ich bin eigentlich wach, liege mit offenen Augen da, träume aber gleichzeitig weiter irgendeinen Quatsch und kann mich nicht bewegen. Ich fühle meinen Körper, wie er schwer auf dem Futon liegt und langsam zu versinken scheint, eins wird zuerst mit der Matratze, dann mit dem Lattenrost darunter, während von oben her die Decke sich verflüssigt und mit meiner Haut verschmilzt, bis ich verschwunden bin, aufgesogen vom Leintuch, das zuunterst liegt. Während dieses Vorgangs versuche ich, herauszufinden, wie ich da denn eigentlich liege, ist mein rechter Arm hinter oder vor mir auf der Matratze positioniert? Liegen meine Beine gerade übereinander, nebeneinander? Habe ich ein Knie angewinkelt, wie meistens? Und wo ist mein linker Arm? Für einen kurzen Moment fühlt es sich an, als läge mein Kopf zwei Meter neben dem Rest, zweihundert Zentimeter neben diesem nutzlosen Haufen Fleisch und Knochen. Genau so fühlt es sich nämlich an, kurz vor dem Verflüssigen, abwechslungsweise – im Sekundentakt wechselnd– als lägen alle Glieder auf einem Haufen, dann wieder, als wären sie wild im Raum verteilt. Keinerlei Zusammengehörigkeitsgefühl ist vorhanden, ich kann ja nicht einmal sagen, wo mein Hintern sich befindet, wo meine Füsse, bewegen ist unmöglich.

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unsinn 14.04.23

Zum ersten Mal reiten mit dem neuen Helm. Nach einer Stunde kein Kopfweh, der Schädel wird halbwegs gut belüftet, das Futter ist wasch- und austauschbar, der Drehknopf zum anpassen der Grösse drückt nicht und halbwegs passabel ausschauen tut das Ding auch. Im Laden habe ich Helm um Helm anprobiert, sogar schweineteure Modelle von Uvex, aber alle haben sie irgendwo gedrückt oder gezwickt oder gekratzt. Kriterien waren: waschbares und/oder austauschbares Futter; kein Samt- oder samtähnlicher Bezug, weil wenn man einmal damit im Sand gelegen hat, wäscht auch der stärkste Starkregen die Spuren nicht mehr weg; leicht; optisch halbwegs tragbar. Ich hatte mir vier Modelle notiert, eines davon gab es im Laden gerade nicht, zwei davon waren so unbequem, dass ich nach einer Minute Kopfschmerzen bekam und der vierte, den ich dann auch gekauft habe, passte sofort, fühlte sich angenehm an und war zudem noch der günstigste.

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Die Tage. {unsinn 14.04.17}

Kämpfe mit WordPress und installiere ein neues Theme zwar erfolgreich – dann aber werden die Icons, die zu den unter jedem Eintrag angezeigten Kategorien und Kommentaren gehören, nicht angezeigt. Jedenfalls halte ich sie für Icons, also kleine Bildchen und suche verzweifelt jedes Verzeichnis danach ab, aktiviere andere Themes und finde irgendwann (nach Tagen) heraus, dass es eben keine Bildchen sind, sondern ein Teil einer Schriftart, die sich im Theme-Ordner befindet. Da die ganzen anderen Schriften auf der Seite richtig angezeigt werden, kam ich nicht früher darauf, dass die kleine Sprechblase und das andere Ding Zeichen aus einer Schriftart sein könnten. So aber ist mir auf einen Blick klar, dass aufgrund meiner nicht ganz standardmässigen Ordnerstruktur die ttf-Datei nicht da liegt, wo das CSS-File sie vermutet – ich vervollständige die URL und das Problem ist gelöst.
Dann staune ich über mich selber, fehlende oder nicht geladene Schriften sind eigentlich ein Teil meines täglichen Lebens, aber wenn sie mir im Internet statt im InDesign begegnen, erkenne ich sie nicht. Minutenlanges Kopfschütteln.

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